Grün-Schwarz Cappenberg (GSC) trauert um sein langjähriges Vereinsmitglied: Carsten Reeh (62), von seinen Sportkameraden meist „Cassi“ gerufen, verstarb für die meisten überraschend und lässt die GSC-Familie traurig zurück. Die Nachricht verbreitete sich vor allem bei älteren GSClern schnell, etwa in der WhatsApp-Gruppe „GSC-Legenden“. Dort wurden die große Anteilnahme und seine Wertschätzung gleich deutlich in zahlreichen Kommentaren: „Ein liebenswerter Mensch“, „ein prima Kerl“, „ein ehrlicher Typ“ oder „ein leidenschaftlicher Anhänger unserer ersten Mannschaft“ – so lauten einige der ausgetauschten Nachrichten unter den GSC-Legenden, zu denen „Cassi“ auch ohne GSC-Mitgliedschaft für immer gehören wird.
Womöglich steht der Verstorbene herausragend als Vorbild für das, was den GSC auszeichnet: Ein Verein, in dem jeder Freunde fürs Leben finden kann. Egal woher er kommt oder wie gut er kickt. Trotz eines kleinen Handicaps war Cassi immer akzeptiert, lange bevor die Politik das technokratische Wort „Inklusion“ in die Runde warf zum Siegeszug durch die Gesellschaft. Ehrlicherweise gab es anfangs beim GSC auch ihm gegenüber leider nicht immer nur korrekte Bemerkungen damals, aber das war selten, und Carsten hat mit seinem leidenschaftlichen Einsatz und seiner großen Begeisterung für den Fußball im Sturm die Herzen seiner Mitspieler erobert.
Für eine Anekdote über Cassi reicht die Erinnerung eines Legenden-Zeitzeugen ganz weit zurück „an das Pöhlen im Stadion Kuhwiese“. Weiter heißt es in der Beschreibung der frühen Jahre: „Cassi war gefühlt IMMER da und gehörte zum harten Kern auf der Kuhwiese. Und mit seinem rechten Hammer hatte er sich schnell unter uns Kleineren mächtig Respekt verschafft und verdient. Das Pöhlen und ein Teil der Gruppe zu sein hat ihm ALLES bedeutet und ihm viele glückliche Stunden bereitet.“ Ein anderer GSC-Weggefährte erinnert sich gerne an die Zeit in der A-Jugend beim GSC: Cassi sei damals „fester Bestandteil“ des Teams gewesen und „derjenige mit der höchsten Motivation“.
Ein anderer Ehemaliger schreibt: „Ich mochte ihn! Er war ein 1-A-Sportskamerad in der Jugend und auch bei den Senioren. Ich denke gerne ans Training und die Spiele mit ihm zurück, aber auch an einige Ausflüge.“ Ein Mitspieler mit gutem Gedächtnis hebt sogar den konkreten Torerfolg von Cassi als legendär hervor: „Unvergessen sein Jubel nach seinem Elfmeter mit einem Tor 🥅 gegen Herbern!“
„Unvergessen“ bleibt Cassi auch für den langjährigen GSC-Geschäftsführer und vielfachen Trainer Gerd Appel aus der Zeit, in der er die zweite Senioren-Mannschaft betreut hat und Carsten zum Kader gehörte: „Voller Stolz stand er mit seinem GSC-Trikot am Spielfeldrand. Und wann immer ich ihn einsetzte, sagte er zu mir ,Danke, Chef!’. An diese Szene und an ihn als Mensch werde ich mich immer erinnern.“
Viele wünschten sich Carsten auch in den vergangenen Jahren gerne zurück beim GSC in anderer aktiver Funktion, was er allerdings nicht mehr mochte. Und so bleibt der Verstorbene bei vielen von uns nachhaltig in guter Erinnerungen an damals. Denn auch anders kümmerte sich Carsten nach nach seiner Zeit beim GSC um seine Ehemaligen, wie in einem Kommentar zum Ausdruck kommt: „Ich werde an ihn denken, wenn an meinem Geburtstag das Telefon klingelt. Seine Anrufe zu diesem Anlass waren über Jahrzehnte eine Konstante.“ Eine Konstante im Verein und im Dorf fehlt, aber unsere Erinnerung an Carsten Reeh bleibt als Konstante bestehen.











